sopra Magazin 12

REPORTAGE  wird durch Lichtvouten akzentuiert, die der Bauherr separat schalten kann. Die Decke ist in das Lüftungssystem mit einbezogen. Statt der veralteten Lüftungstechnik wurde im Untergeschoss eine moderne Herget-Lüftungstechnik mit Wärmerückgewinnung eingebaut. Über Schlitzschienen an den Fenstern wird die aufbereitete und wiedererwärmte Luft in die Schwimmhalle eingebracht und über eine Schattenfuge an der Decke abgezogen. Die Lüftung schließt auch den Dusch- bereich mit ein. Ein Teil der Längsseite hinterm Becken und an einer Schmalseite wurde zusätzlich mit Spiegeln versehen, um dem Raum mehr Tiefe zu geben. Darauf wurden dann Lisenen gesetzt, die die Spiegelfläche unterbrechen und diese kaum wahrnehmbar machen. Beide, Spiegel und Lisenen, werden von Uplights und Downlights angestrahlt. Die gesamte Lichttechnik im Raum ist dimmbar. Robert Rappold: „Unser Ziel war, mit den Spiegeln optisch eine Weite zu generieren, die es in der Realität nicht gibt. Das Auge konzentriert sich auf die vorderen hellen Flächen und nimmt die Spiegel nur im Unterbewusstsein wahr. Die Lichtvouten an der Decke werden gleichzeitig durch die Spiegel verdoppelt. Die optische Vergrößerung wirkt dadurch noch dramatischer.“ Speziell bei Nacht und durch die dunkle Wasserfläche wirken die Lichteffekte im Raum dadurch noch eindrucksvoller. ■ Der Bauherr wählte Nachtblau als Oberflächenfarbe, die im Licht der Scheinwerfer besonders attraktiv wirkt. INFORMATIONEN: www.robert-rappold-architekten.de | www.seufertundfink.de i 46 MAGAZIN | 2023

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