REPORTAGE Der Außenpool ist ein absolutes Kunstwerk: Eine Glasscheibe in der Beckenwand erlaubt tiefe Einblicke in den Pool. Zwei symmetrisch angeordnete Treppen führen hinein ins Wasser. Und die Abdeckung ruht in einem Schacht auf der Längsseite. INFORMATIONEN | www.ambiance-wellness.nl i bereich noch ein Freibad bauen zu lassen. Hier war ursprünglich eine tieferliegende Terrasse. Eine Treppe führte hinauf auf die Gartenebene und ein Weg dann zum See. Bei dem Freibad ließen sich Chris Milder und sein Team noch etwas Besonderes einfallen: In das 8 m x 4 m große Betonbecken mit Fliesenauskleidung wurde zur Hausseite eine Glasscheibe integriert, sodass die Bewohner vom Wohnhaus die Wasser- spiele im Becken beobachten können. Das Wasser läuft über die Glas- kante in die tieferliegende Rinne. Zwei symmetrisch angeordnete Treppen aus Beton, die nicht an der Glasscheibe befestigt sind, führen hinein ins Wasser. Wie überhaupt die exakte Symmetrie der Poolanlage zum Umfeld bei der Planung eine wichtige Rolle spielte. Zur Garten- und Strandseite hin wurde ebenfalls eine symmetrisch angeordnete Treppenkonstruktion gebaut, gewissermaßen als Spiegelbild zu den Einstiegstreppen. Der Bereich darunter wurde mit Naturstein verkleidet. Die Rollladenabdeckung ist auf der kompletten Längsseite des Beckens in einer Nische unter der Treppe eingebaut. Die Nische wird von einer Edelstahlplatte überdeckt, die mit Fliesen verkleidet wurde und damit kaum erkennbar ist. Die Platte kann zu Revisions- und Reinigungsarbeiten herausgenommen werden. Unter dem Becken befindet sich noch ein Teil des Kellergeschosses, beschreibt Chris Milder die Situation. Um so nah am See überhaupt bauen zu können, sind das Wohnhaus und die Außenanlage in eine weiße Wanne gestellt worden. „Man braucht nur ein wenig im Garten zu graben“, so Chris Milder, „und schon kommt das Wasser. Aber wir Holländer kennen uns mit dem Problem aus. Das Bauen am Wasser ist für uns Routine.“ Der Außenpool bekam keine eigene Aufbereitungstechnik, sondern ist an die Technik des Hallenbades angeschlossen. So können praktischerweise mit einer sopra Technik zwei Schwimmbecken betrieben werden. Chris Milder: „Den vorhandenen Schwallwasserbehälter vom Hallenbad, der ja nicht mehr gebraucht wurde, haben wir umfunktioniert, auf der Innenseite neu beschichtet und setzen ihn jetzt für das Freibad ein.“ So ist der ökonomische, betriebseffiziente Betrieb beider Poolanlagen gewährleistet. ■ 18 MAGAZIN | 2024
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