sopra Magazin 13

Allzu häufig wird leider bei der Planung eines Schwimmbeckens vergessen, dass für die erforderlichen technischen Anlagenkomponenten ein ausreichender Raum notwendig ist. Eine sichere Nutzung des Schwimmbeckens ist nur gegeben, wenn die Aufbereitung in Bezug auf die Schwimmbeckengröße, den Beckentyp und die Lage fachgerecht dimensioniert und installiert wird und betrieben werden kann. Dazu ist ausreichend Platz erforderlich! Idealerweise befindet sich der Raum für die Wasseraufbereitungstechnik sowie die zugehörigen Anlagenkomponenten möglichst nahe beim Schwimmbecken. Je weiter weg ein Technikraum vom Schwimmbecken ist, desto aufwendiger werden die Installationen und Rohrleitungswege. Es ist bekannt, dass bei der Förderung von Wasser mittels Pumpen Druckverluste in den Rohrleitungen auftreten. Je länger die Rohrleitungen sind, desto höher werden die Druckverluste. Auch wenn diese Zusammenhänge auf den ersten Blick bekannt sind, sieht es in der Praxis oft so aus, dass dieser Sachverhalt nicht berücksichtigt und auf Rohrleitungen zurückgegriffen wird, welche sich gerade am Lager befinden, ohne sich über die Folgen im Klaren zu sein – nämlich ein hoher Druckverlust und in der Folge eine unzureichende Beckendurchströmung und in puncto Energie einen deutlich schlechteren Wirkungsgrad. Welche Anforderungen sind im Einzelnen bei der Planung eines fachgerechten Technikraumes zu beachten? Zunächst einmal sind in der Planungsphase sämtliche Anlagenkomponenten zusammenzustellen. Dazu gehören im Wesentlichen: Anzahl und Größe der Filteranlagen Anzahl an Filterpumpen (auf Betriebspunkte ist zu achten) Mess- und Regeltechnik sowie die erforderlichen Dosieranlagen Größe des Wärmetauschers Wenn es sich um ein Becken mit Überlaufrinne handelt, ist der Platzbedarf für den Wasserspeicher zu berücksichtigen Bei Hallenschwimmbädern ist die raumlufttechnische Anlage zu berücksichtigen, welche relativ viel Raum in Anspruch nimmt Sind die Anlagenkomponenten bekannt, sollte als nächstes berücksichtigt werden, dass diese untereinander mittels Rohrleitungen und Lüftungs- kanäle miteinander verbunden werden, welche ebenfalls Platz benötigen. Denken Sie daran, dass schon alleine bei der Installation die Zugänglichkeit gegeben ist. Nichts ist schlimmer als enge und kaum zugängliche Technikbereiche. Ist das doch der Fall, werden wohl oder übel Improvisationen und Kompromisse erforderlich, welche den Betrieb später nachteilig beeinflussen können. Was ist bei der Aufstellung und Anordnung der Anlagenkomponenten noch zu berücksichtigen? Das A und O für einen einfachen und sicheren Betrieb ist die Zugänglichkeit! Die Badewasseraufbereitungstechnik muss möglichst einfach kontrolliert, bedient, gereinigt und gewartet werden können. Ein  ORI GI NAL www.uwe.de

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