Saunaöfen – welche Arten gibt es?

Einen passenden Ofen für die Sauna kaufen: Unsere Tipps

Herzstück einer Sauna ist der Saunaofen. Doch bei der Auswahl des richtigen Ofens sind einige Entscheidungen zu treffen und bestimmte Anforderungen zu berücksichtigen. Wir haben alle Tipps und Infos für Sie zusammengestellt. Sie möchten schnellstmöglich einen geeigneten Ofen für Ihre Sauna erhalten? Dann wenden Sie sich gern direkt an unser geschultes Fachpersonal. 

So finden Sie den richtigen Saunaofen

Die Auswahl an Saunaöfen ist riesig und wirkt auf Laien oft erschlagend. Einfach irgendein Modell zu kaufen, ist jedoch keine Option. Denn angefangen bei technischen Details bis hin zur Optik – die Unterschiede sind groß. Keine Sorge: Aufgrund unserer jahrzehntelangen Erfahrung im Saunabau wissen wir genau, worauf es ankommt. Wir leiten Sie Step-by-Step durch den Entscheidungsprozess. Unser Tipp: Vorab sollten Sie Ihr Budget festlegen.  

1. Entscheiden Sie sich für eine Badeform und Ofenart. 

Saunieren Sie lieber in einer klassisch finnischen Sauna oder in der Biosauna? Das ist die zentrale Frage, die Sie zunächst klären sollten. Denn hiervon hängt ab, welcher Ofentyp sich für Ihre persönlichen Bedürfnisse eignet. Nachfolgend ein kurzer Überblick über die vier Beheizungs-/Ofenarten mit ihren Vor- und Nachteilen.

1.1 Holzofen – klassisch finnisch saunieren auf die traditionelle Art

Holzöfen sind perfekt geeignet für ein klassisch finnisches Saunabad. Ihre Vorteile: 

  • Mit den sichtbaren Flammen und den knisternden Holzscheiten sorgen sie für eine besondere Atmosphäre.  
  • ​​​​Es ist die einzige Ofenart, bei der Sie im Hinblick auf die Beheizung der Sauna immer die direkte Kostenkontrolle haben. 

Mit der Entscheidung für einen Holzofen nehmen Sie aber auch einige Nachteile in Kauf: 

  • Es müssen bestimmte gesetzliche Regelungen und Anforderungen eingehalten werden. So muss etwa ein Sicherheitsabstand vom Ofen zur Wand gewährleistet sein und es müssen Feuerschutzbleche angebracht werden. Zudem ist ein Abzugsrohr zwingend erforderlich. Deswegen eignet sich diese Ofenart eher für Gartensaunas. 
  • Das Anheizen ist aufwändiger als bei elektrischen Öfen und erfordert Ihre Anwesenheit. Denn es gibt keine Zeitschaltuhr. 
  • Während des Saunagangs müssen Sie eventuell Holz nachlegen. 
  • Die Temperatur spontan abzusenken, ist nicht möglich. 
  • Nach dem Saunagang muss der Ofen – nachdem alles abgekühlt ist – gereinigt werden.  
  • Zu bedenken ist auch: Sie benötigen eine trockene Lagerfläche für das Holz. 

1.2 Gasofen – eher etwas für öffentliche Saunas

Gasöfen eignen sich ebenfalls für finnische Saunen. Ihr Vorteil:  Ein schnelles Aufheizen ist möglich.  

Aufgrund der sehr hohen Sicherheitsanforderungen wird diese Ofenart aber normalerweise nur in öffentlichen Saunas installiert. 

1.3 Elektrisch betriebener Saunaofen – für das komfortable klassisch finnische Saunaerlebnis

Vorteile von Elektro-Saunaöfen gegenüber Holzöfen:  

  • Ein Knopfdruck genügt, um mit dem Aufheizen zu beginnen.  
  • Die Temperatur lässt sich per (integrierter oder externer) Saunasteuerung regeln. Im Vergleich zu Holzöfen lässt sich der Saunainnenraum also wesentlich schneller und bequemer auf die gewünschte Wohlfühltemperatur bringen.  
  • Die Reinigung des Ofens nach dem Saunagang entfällt. Das macht das Saunieren unkompliziert und entspannend.  
  • Elektrisch betriebene Saunaöfen sind einfacher zu installieren. 

Besonders einfach ist die Installation eines sogenannten Plug-&-Play-Ofens (230V). Denn dieser wird einfach an einer regulären Steckdose angeschlossen. Er eignet sich vor allem für kleine Saunas in Mietwohnungen. 400V-Saunaöfen werden hingegen in größeren Kabinen ab 3 m² eingesetzt. Sie erfordern einen „Starkstrom-Anschluss“ (Dreiphasenwechselstrom/Drehstrom). Nur Fachkräfte dürfen sie anschließen. 

1.4 Elektrisch betriebener Bio-Kombiofen – für klassisch finnisches Saunieren und Dampfbaden

Ein Bio-Kombi-Saunaofen (auch: Klimaofen oder Verdampferofen) ermöglicht vielfältiges Saunieren: zusätzlich zur klassisch finnischen Sauna, bei der die Temperatur bis zu 100 Grad Celsius und die Luftfeuchtigkeit lediglich 10-30% beträgt, lässt sich die Saunakabine dank der speziellen Ofenart auch in eine Dampfsauna verwandeln. Im Vergleich zur finnischen Sauna fällt die Temperatur hier geringer (45-60 Grad Celsius) und die Luftfeuchtigkeit höher aus (40-55 %). Deswegen gilt Dampfbaden als die kreislaufschonendere Variante. Darüber hinaus können Sie Ihre Kabine mit einem solchen Ofen je nach Laune auch für ein Kräuter-, Warmluft- oder Softdampfbad nutzen. 

2. Wo möchten Sie den Ofen in der Sauna positionieren?

Für die Platzierung des Ofens gibt es je nach Art unterschiedliche Möglichkeiten. Vor dem Kauf müssen Sie sich für eine entscheiden. So sind etwa folgende Elektro-Öfen erhältlich: 

  • Standofen 
  • Wandofen 
  • Hinterwand- oder Unterbanköfen (Diese finden sich vor allem in luxuriösen Design-Saunas.) 

3. Erforderliche Heizleistung ermitteln.

Es gibt drei Wege, um herauszufinden welcher Ofen von der Leistung her zu Ihrer Saunakabine passt:  

  • Wenn Sie bereits einen bestimmten Ofen ins Auge gefasst haben, können Sie dessen Produktbeschreibung entnehmen für welchen Rauminhalt (m³) sich dieser eignet. 
  • Die benötigte Leistung selbst berechnen. Das ist keine höhere Mathematik. Denn es gibt eine einfache Faustregel für gut gedämmte, private Saunen. Hierzu müssen Sie zunächst den Rauminhalt der Saunakabine ermitteln (Länge x Breite x Höhe). Pro Kubikmeter ist eine Leistung von einem Kilowatt erforderlich.  Beispiel: Ihre Sauna hat eine Grundfläche von 2 x 2 Metern sowie eine Deckenhöhe von 2 Metern. Dann beträgt der Rauminhalt 8 m³. Dementsprechend ist es ratsam, einen Ofen mit 8 kW zu kaufen.  Zu beachten: Die erforderliche Heizleistung hängt auch von der Bauweise der Sauna ab. Bei Saunen mit großen Glasflächen als Wänden ist der Energiebedarf für die Aufheizung unter Umständen höher. Mehr dazu unten. 
  • Folgende Angaben zur Saunainnenraumgröße und Leistung als Orientierung nutzen. 

Private Saunen

3 – 5 m³ = 3,0 kW 

4 – 6 m³ = 4,5 kW 

6 – 8 m³ = 6,0 kW 

8 – 10 m³ = 8,0 kW 

10 – 14 m³ = 9,0 kW 

12 – 28 m³ = 12,0 kW 

Kleinere Gewerbesaunen

8 – 14 m³ = 9,0 kW 

9 – 15 m³ = 10,5 kW 

10 – 20 m³ = 11,0 kW 

14 – 26 m³ = 15,0 kW 

16 – 30 m³ = 16,0 kW 

20 – 35 m³ = 18,0 kW 

Achtung: Bei allen Werten handelt es sich nur um Pauschalangaben. Die notwendige Leistung hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Sie kann sich unter Umständen bei Innen- und Außensaunas sowie bei gleich großen Kabinen verschiedener Bauart unterscheiden. Ist Ihre Sauna nicht gedämmt, wird eine höhere Leistung benötigt. Auch Glaswände können die erforderliche Heizleistung beeinflussen. Auf Nummer sicher gehen Sie, wenn Sie die Angaben des Saunaherstellers befolgen und sich von qualifiziertem Fachpersonal beraten lassen. 

4. Bevorzugen Sie eine integrierte oder eine externe Steuerung?

Grob unterschieden werden zwei verschiedene Steuerungsarten, die jeweils unterschiedliche Vorteile mit sich bringen. Zur Info: Bio-Kombiöfen für die Sauna gibt es nur mit externer Steuerung. 

Integrierte Saunasteuerungen (= direkt am Ofen verbaut)

Vorteile der integrierten Steuerung:  

  • Einstellbar sind in der Regel lediglich die Temperatur und ein Timer. Dadurch ist sie für Laien besonders leicht zu bedienen.  

  • Sie ist bereits im Ofen verbaut, zusätzlicher Montageaufwand entfällt also. 

  • Kein Rechercheaufwand dahingehend, welche externe Steuerung zum Gerät passen könnte. 

Externe Saunasteuerungen (= nicht am Ofen verbaut)

Bei einer externen Steuerung handelt es sich, um ein „separates Gerät“, das – abhängig vom Modell – in der Saunakabine oder außerhalb der Sauna montiert wird. Vorteile der externen Saunasteuerung: 

  • Temperaturfühler können beispielsweise oberhalb der Saunaliegen und über dem Saunaofen positioniert werden. Das ermöglicht es der Steuerung, schnell auf Temperaturschwankungen zu reagieren. 

  • Wenn der Ofen oder die Steuerung kaputt gehen, müssen Sie nur das defekte Gerät reparieren beziehungsweise ersetzen.  

  •  Je nach Hersteller können Sie über eine externe Steuerung auch die Beleuchtung, Musik und/oder Infrarotstrahler einstellen.  

 

5. Welcher Ofen passt ins Gesamtkonzept und in Ihr Budget?

Bei diesem letzten Schritt des Entscheidungsprozesses bleibt für die Wahl des richtigen Ofens nur noch zu klären: Welcher Ofen erfüllt alle Anforderungen, gefällt Ihnen optisch am besten und passt in Ihr Budget? Gern schlagen unsere sopra Partner Ihnen geeignete Öfen vor. Für Sie hat unsere Beratung diese Vorteile:  

  • Die von uns vorgeschlagenen Öfen fügen sich immer stimmig ins Gesamtkonzept ein, damit Sie sich in Ihrer Sauna rundum wohlfühlen. 

  • Ob private Sauna oder Gewerbesauna: Wir setzen bei allen Projekten auf leistungsstarke Saunatechnik inklusive Saunaöfen, damit Sie lange Freude an Ofen & Co. haben. 

  • Die von uns installierten Steuerungen und Öfen sind auch für Laien leicht zu handhaben, damit jeder Saunagang zum wahren Wohlfühlerlebnis wird. 

Häufige Fragen

Grob unterschieden wird zwischen Holzöfen, Gasöfen, elektrischen Saunaöfen und elektrisch betriebenen Bio-Kombiöfen. Diese unterscheiden sich wiederum in ihrer Leistung und je nach Typ auch hinsichtlich ihrer Befestigungsart. Damit Sie trotz der Angebotsfülle an verschiedenen Öfen, den für Sie passenden finden, haben wir Ihnen eine praktische Step-by-Stepanleitung zur Ofenauswahl erstellt. Gern beraten wir Sie auch persönlich: Schreiben Sie uns einfach eine Nachricht

Das hängt unter anderem vom Rauminhalt (Grundfläche x Deckenhöhe des Saunainnenraums) ab. Doch auch weitere Faktoren können die erforderliche Heizleistung beeinflussen. Weiterhelfen kann unter anderem eine Übersicht, die der vorhandenen Raumgröße die erforderliche Heizleistung zuordnet. Zudem gibt es eine Faustregel zur groben Bestimmung der benötigten Leistung.  

Das kommt auf den Ofen an. Sogenannte Plug-and-Play-Saunaöfen (230 V), die an eine handelsübliche Steckdose angeschlossen werden, können Sie selbst anschließen. Aber der Anschluss eines Starkstrom-Saunaofens (400 V) – wie vor allem bei mehr als 3 m² großen Saunen üblich – ist zwingend durch eine(n) Elektriker*in vorzunehmen. 

Mit einem klassischen Saunaofen ist dies nicht möglich. Sofern Sie bereits einen Saunaofen haben, lässt sich eventuell ein Zusatzverdampfer anbringen, um die Sauna als Dampfbad zu nutzen. 

Die Alternative: ein Bio-Kombiofen. Dank diesem genießen Sie unter anderem sowohl die Vorzüge einer klassisch finnischen Sauna als auch die des Dampfbadens.  

Mithilfe einer Saunasteuerung ist es möglich, die Temperatur in der Saunakabine stufenlos zu regeln. Es kommt zu keinen Temperaturschwankungen, da sich die Temperatur wie gewünscht anpasst. Über eine Zeitschaltuhr lässt sich die Sauna zudem vorheizen. So können Sie zur gewünschten Uhrzeit direkt in einer wohltemperierten Kabine entspannen. Voneinander unterschieden werden integrierte und externe Steuerungen. Je nach Anbieter und Modell verfügen diese über weitere Funktionen, wie etwa das Ein- und Abschalten oder Dimmen der Beleuchtung. 

Die Saunasteine geben die durch den Saunaofen erzeugte Wärme nach und nach in den Raum ab.  Je mehr Saunasteine desto besser wird das Klima in der Saunakabine – aber desto höher ist auch die Aufheizzeit. Zur Orientierung: Ein Saunaofen sollte mindestens 15 Kilo Steine enthalten. 

Nach einem Jahr (spätestens nach zweien!) sollten die Steine ausgetauscht werden. 

Saunaöfen für den privaten Bereich sind ab 150 Euro erhältlich, können aber auch einige 1.000 Euro kosten. Saunaöfen für Gewerbe-Saunas bewegen sich in einer Preisspanne von 800-15.000 Euro. Für große öffentliche Saunas ist beim Kauf mit Kosten zwischen 5.000 bis mehreren 10.000 Euro zu rechnen.  

Zur Info: Holz-, Gas- und Bio-Saunaöfen sind in der Anschaffung vergleichsweise teurer als elektrische. 

Mit einem elektrisch betriebenen Ofen ist bei einer privaten Sauna – abhängig von der gewünschten Temperatur – mit einer Aufheizzeit von circa 40 bis 60 Minuten zu rechnen. Beeinflusst wird dies natürlich durch weitere Faktoren, wie etwa die Raumgröße, die Heizleistung und ob die Sauna ausreichend isoliert ist. 

Bio-Kombiöfen (auch Klimaofen oder Verdampferofen) sind Saunaöfen, die zusätzlich mit einem Verdampfer ausgestattet sind. Dadurch ermöglichen sie unterschiedliche Badeformen, zusätzlich zum Saunieren im klassisch finnischen Stil zum Beispiel das Dampfbaden. Dieses ist kreislaufschonender, da in einer Dampfsauna niedrigere Temperaturen und eine höhere Luftfeuchtigkeit herrschen als in einer klassisch finnischen Sauna.  

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Ganz gleich, ob Sie lediglich einen neuen Saunaofen oder eine komplett neue Sauna kaufen möchten: Unsere sopra Partner sind für Sie da – flächendeckend in ganz Deutschland, Österreich und den Niederlanden. Zudem in Spanien und Polen. Gemeinsam mit uns finden Sie einen Partner aus Ihrer Region. 

Gern beraten unsere Partner Sie zu den unterschiedlichen Arten an Saunaöfen sowie weiterer Saunatechnik. Falls Sie Ihren Wohlfühlort noch mehr personalisieren möchten, erhalten Sie bei ihnen auch Saunazubehör. Zudem bieten unsere Partner die Installation von Infrarotstrahlern an, um Ihre Sauna in eine Kombination aus Sauna- und Infrarotkabine zu verwandeln. 

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