Pool kindersicher machen: Was gilt es zu beachten?

Die Sicherheit für Kinder am und im Schwimmbecken erhöhen

Ist im eigenen Garten ein Pool vorhanden, entwickeln sich viele Kinder innerhalb kürzester Zeit zu waschechten Wasserratten, die am liebsten rund um die Uhr im Becken sein würden. Das Schwimmbecken immer vor Augen zu haben, kann auf die Kinder und die Nachbarskinder teilweise so verlockend wirken, dass die von den Eltern aufgestellten Baderegeln schnell in Vergessenheit geraten. Auch außerhalb der Badezeiten kann es dann dazu kommen, dass Kinder auf eigene Faust beschließen, rasch noch ein paar Runden im Pool zu drehen. Ein abenteuerlicher Ausflug, der gefährliche Auswirkungen haben kann.

Warum sind Badeunfälle bei Kindern besonders gefährlich?

Besonders gefährdet sind Kinder, die noch nicht schwimmen können. Wichtig zu wissen ist, dass Kinder anders ertrinken als erwachsene Personen. Aufgrund ihres überproportional großen Kopfes stürzen Kleinkinder bei Verlust des Gleichgewichts mit dem Kopf voran ins Wasser. Reflexartig reagiert der Körper darauf, indem die Stimmritze im Rachen verschlossen wird. Die Atmung wird blockiert und dieses sogenannte „trockene Ertrinken“ gibt dem Kind keinerlei Möglichkeit, mit Schreien, wedelnden Armen oder strampelnden Beinen auf sich aufmerksam zu machen. Auch nach dem Poolgang sollten Eltern ihr Kind im Auge behalten, denn es besteht das Risiko, dass das Kind, wenn es Wasser eingeatmet hat, nachträglich ersticken kann – sogar noch Tage später.

Generelle Verpflichtungen zur Poolsicherheit

Befindet sich auf einem Grundstück ein Schwimmbecken, liegt es in der Verantwortung des Eigentümers dafür zu sorgen, dass niemand Schaden nehmen kann. Grundstückseigentümer müssen Pools unbedingt vor unbefugtem Betreten schützen, denn sie haben eine Verkehrssicherungspflicht. Die Verkehrssicherungspflicht kann auch übertragen werden – zum Beispiel auf Pächter, Mieter, etc. Kommen diese ihrer Pflicht nicht nach, können sie bei Unfällen haftbar gemacht werden. Bereits bei der Planung müssen darum alle bautechnischen und rechtlichen Vorschriften beachtet werden.

Obwohl Schwimmbadbetreiber zudem eine Aufsichtspflicht haben, kann es immer mal wieder zu Situationen kommen, die für Ablenkung sorgen. Ein Anruf auf dem Festnetzanschluss, ein dringliches Klingeln an der Haustüre – und schon geraten die Kinder beim Spielen und Planschen im Schwimmbecken oder beim Toben in Poolnähe aus dem Blickfeld der Aufsichtsperson. Um Badeunfälle rechtzeitig zu erkennen oder von vornherein zu verhindern gilt es, gewisse Sicherheitsvorkehrungen zu treffen.

Sicherheitsmaßnahmen am Pool ergreifen

Grundsätzlich sollten Schwimmbeckenbesitzer Baderegeln aufstellen. Die jeweilige Aufsichtsperson sollte auf deren Einhaltung bestehen. Darüber hinaus sollten Poolbesitzer weitere Sicherheitsvorkehrungen treffen, um Badeunfälle zu verhindern.

Kindersichere Poolumgebung schaffen

  • Sichere Poolumrandung: Rennen Kinder um den Pool, verringert ein rutschfester Beckenumlauf das Risiko, dass sie dabei ausrutschen.

  • Aufgeräumte Poolumgebung: Herumliegendes Spielzeug am Poolrand kann die Aufmerksamkeit der Kinder erregen und sie zum Spielen anregen. Fällt das Spielzeug dabei ins Becken, kann dies dazu führen, dass Kinder, beim Versuch es zu „retten“, in den Pool steigen oder fallen. Verstreutes Spielzeug kann darüber hinaus schnell zur Stolperfalle werden.

  • Keine Absprungmöglichkeiten am Beckenrand: Eine (niedrige) Mauer oder Gartenmöbel in unmittelbarer Poolnähe können Kinder als optimale Absprungpunkte wahrnehmen. Springen sie von der erhöhten Stelle ab, können sie ausrutschen und tief stürzen. Ist das Becken an der entsprechenden Stelle nicht tief genug, oder der Wasserspiegel zu gering, besteht ernsthafte Verletzungsgefahr. Deshalb ist es wichtig, Gartenmöbel in ausreichender Distanz zum Pool aufzustellen und Modelle zu kaufen, die nicht leicht an den Beckenrand zu verschieben sind. Auf Mauern rund um den Pool sollte schon in der Planungsphase des Poolbaus verzichtet werden.
    Zur Orientierung: Bei einem 1-m-Brett ist eine Minimaltiefe von 250 cm erforderlich, die Normaltiefe für ein 1-m-Brett liegt sogar bei einer Wassertiefe von 300 cm. Im privaten Bereich liegt die normale Tiefe jedoch meist lediglich bei 140 cm. Die Grenze zwischen einem Nichtschwimmer- und einem Schwimmerbecken liegt im öffentlichen Bereich bei einer Wassertiefe von 1,35 m.

  • Sicherheitszäune: Es gibt spezielle Sicherheitszäune für Pools. Diese werden rund um den gesamten Pool gebaut und müssen über eine ausreichende Höhe verfügen. Ein Tabu bei diesen Zäunen sind Querverstrebungen, auf denen genug Platz für kleine Kinderfüße ist, die die Kinder zum Klettern verleiten können.

  • Sicherheitsabdeckungen: Optisch ansprechender als den Pool einzuzäunen, sind Sicherheitsabdeckungen. sopra bietet zwei Abdeckungsarten, die, im geschlossenen Zustand, die Poolsicherheit erhöhen können.
    Eine Thermo-Schutz-Roll-Abdeckung von sopra ist bei richtiger Randbefestigung für Kinder bis zu einem Körpergewicht von 30 kg tragfähig und ist in verschiedenen Farben erhältlich. Sie eignet sich sowohl für klassische als auch für individuelle Beckenformen.
    Eine Rollladenabdeckung von sopra kann, wenn das Schwimmbecken über einen dreiseitigen Handlauf oder eine circa 10 cm breite Auflagekante unter dem Wasserspiegel verfügt, notfalls sogar einen Menschen tragen. Der abschließbare oder separat im Haus installierte Bedienschalter kann zusätzlich vor einem unbefugten Öffnen schützen und somit die unberechtigte Benutzung des Schwimmbades verhindern. sopra-Rollladenabdeckungen werden individuell gefertigt und vom sopra-Partner vor Ort vermessen. Bezüglich Länge und Breite gibt es bei dieser Abdeckungsart grundsätzlich keine Begrenzungen

  • Poolüberdachungen: Schwimmbadüberdachungen mit abschließbaren Türen bieten im verschlossenen Zustand einen sehr guten Unfallschutz für Kinder. So können Kinder auch dann in Poolnähe spielen, wenn keine Aufsichtsperson anwesend ist. sopra Poolüberdachungen werden von unabhängiger Seite statisch geprüft. Sie haben eine garantierte Mindesttragfähigkeit von mehr als 75 kg/m² und eignen sich insbesondere für klassisch rechteckige Schwimmbecken. Dank ihrer großen Typenvielfalt lassen sie sich harmonisch in ihre direkte Umgebung integrieren.

Weitere Poolsicherheitsmaßnahmen für Kinder

Inzwischen gibt es die Möglichkeit einen Poolalarm am Schwimmbecken zu installieren. Dabei handelt es sich um einen Bewegungsmelder. Je nach Modell löst dieser einen Alarm aus, wenn sich der Wasserpegel verändert oder wenn Wasserbewegungen registriert werden.

Eltern können die eigenen Kinder zudem dazu anhalten, spezielle Sensorarmbänder zu tragen. Bei Wasserkontakt ertönt dann ein Alarmsignal an der Basisstation.

Aufsichtspersonen sollten zudem auf den Ernstfall vorbereitet sein: In Erste-Hilfe-Kursen für Kinder können sie lernen wie Wiederbelebungsmaßnahmen an Kindern durchgeführt werden.

Sichere Pooltechnik für Kinder und Erwachsene

  • Sichere Poolpumpe, korrekt montierte Sicherheitsgitter: Die Ansauggeschwindigkeit der Poolpumpe darf einen bestimmten Wert nicht überschreiten. Zudem muss in jedem Fall ein Sicherheitsgitter vorhanden sein, das fest montiert ist, andernfalls kann der starke Sog der Wasserpumpe Kinder, aber auch erwachsene Personen, unter Wasser ziehen und dort halten – zum Beispiel, wenn Haare oder Finger in das Ansaugrohr geraten. Aus eigener Kraft können sich die Menschen dann meist nicht mehr befreien. In der Vergangenheit kam es – auch trotz dem beherzten Eingreifen anderer Badegäste – schon zu Todesfällen. Deswegen ist es ratsam, die Pumpe und das Sicherheitsgitter in jedem Fall durch Fachpersonal installieren beziehungsweise montieren zu lassen.

  • Sauberes Poolwasser: Ist die Wasserqualität nicht einwandfrei, kann es zu Infektionen kommen. Um dieses Risiko zu verringern, ist eine optimale Wasseraufbereitung wichtig. Alle Poolnutzer sollten zudem vor und nach jedem Poolgang duschen und in keinem Fall das Beckenwasser schlucken. Sind Personen von Erkrankungen wie Durchfall oder einer Pilzinfektion betroffen, sollten sie erst zwei Wochen nach der Genesung wieder in das Schwimmbecken steigen, ansonsten können sie andere Poolnutzer über das Wasser infizieren.

Machen Sie Ihren Pool kindersicher

Unsere sopra Partner sind vertraut mit den örtlichen bautechnischen Vorschriften sowie der europäischen Norm für private Schwimmbäder. Darüber hinaus beraten unsere Partner Sie gern zu Poolpumpen, zur Wasseraufbereitung, zu rutschfesten Bodenbelägen, zu den von uns angebotenen Sicherheitsabdeckungen sowie zu verschließbaren Überdachungen. Gern informieren wir Sie hierbei zu den verschiedenen Vorzügen der jeweiligen Abdeckungsart.

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