Schwimmbadbau
Das sopra-Seminar

sopra-Seminar „Schwimmbadbau“

Teil 2.5: Schwimmbecken mit Folienauskleidung

Schwimmbecken mit Folienauskleidung

Weniger aufwendig und schneller ist die Errichtung eines Pools mit einer Folienauskleidung aus PVC-P oder FPO (flexible Polyolefine). Bei dieser Beckenart muss der Beckenkörper nur entsprechend der errechneten Statik errichtet werden.

Die Dichtigkeit übernimmt die ortsgefertigte Auskleidung, wodurch die Folienauskleidung auch hervorragend zur Sanierung oder Renovierung bestehender Anlagen geeignet ist. Da die FPO Folie im Schwimmbadsektor eine untergeordnete Rolle spielt und nur selten verarbeitet wird, beziehen sich die nachfolgenden Ausführungen auf die Auskleidung mit PVC-P-Folie.

Der Beckenkörper wird entweder aus Stahlbeton hergestellt oder gemauert. Größe und Form der Schwimmbecken sind genauso variabel wie bei Stahlbetonbecken mit einem keramischem Belag. Es können Becken mit Überlaufrinnen oder Überlaufkante oder auch Skimmerbecken mit einer ortsgefertigten Auskleidung abgedichtet werden. Öffentliche wie auch private Pools können hergestellt werden.

Folienauskleidung

Grundlagen für die korrekte Verarbeitung einer PVC-P-Folie finden sich in den Verarbeitungsrichtlinien der Folienhersteller, z. B. Armstrong DLW AG (DLW delifol), Sika, Renolit AG (Alkorplan) und in der Richtlinie Nr. 2004/01/1 des Bundesverbandes Schwimmbad & Wellness (BSW). Es stehen verschiedene Folienfarben und Muster zur Verfügung. Die Hersteller bieten auch Motive und Applikationen an. Auch eigene Kreationen wie z. B. Familienwappen können eingearbeitet werden.

Zu beachten ist, dass PVC-P-Dichtungsbahnen wasserdicht, aber nicht diffusionsdicht sind. Dies bedeutet, dass es in Abhängigkeit von mehreren bauphysikalischen Werten und von der Unterkonstruktion zu Kondensatbildung auf der dem Wasser abgewendeten Folienseite kommen kann. Daher müssen Kondensatabläufe im Kehlbereich vorgesehen werden.

Eigenschaften auf einen Blick
PVC-P-Dichtungsbahnen

  • verrotten und verwittern nicht
  • sind bei richtiger Wasser- und Beckenpflege jahrelang funktionstüchtig und farbfrisch
  • sind dimensionsstabil und hochreißfest (durch hochqualitative Gewebeverstärkung)
  • sind dauerelastisch und kälteflexibel
  • besitzen eine hohe Chemikalienbeständigkeit
  • sind außerordentlich pflegeleicht, umweltverträglich, recycelbar, energie- und ressourcenschonend
  • besitzen eine hohe Wirtschaftlichkeit mit einem sehr guten Preis-/Leistungsverhältnis
  • sind stabilisiert gegen UV-Strahlung

Forderungen an die Unterkonstruktion
PVC-P-Dichtungsbahnen können auf jedem tragfähigen Untergrund verlegt werden, wobei der Beckenkörper

  • frei von Unebenheiten (Wände verputzt, Boden mit Estrich)
  • sauber und trocken
  • glatt, fest
  • frei von Nestern, klaffenden Rissen, Graten und spitzen Erhebungen sein muss. Zur Verarbeitung der Folie ist eine Umgebungstemperatur von mind. 15 °C notwendig.

Technische Eigenschaften

  • PVC-P-Dichtungsbahnen sind kalandrierte, monomer weichgemachte Folien mit einer Verstärkung aus einem innenliegenden extrem reißfesten Gewebe.
  • Stärke 1,5 mm
  • Beckenwasserbetriebstemperatur max. 30°C
  • Öle, Fette und UV-Strahlung führen zur vorzeitigen Alterung der Folie

Aufbau und Verarbeitung

  • Zu Beginn der Arbeiten wird der gesamte Beckenkörper desinfiziert.
  • Zwischen dem Untergrund und den Dichtungsbahnen ist eine Trennlage aus einem antibakteriellen bohrfesten Polyestervlies 2. mit mind. 300 g/m2 einzubringen. Dieses Vlies dient als Ausgleich vor kleinen Unebenheiten und als Schutz der Folie.
  • Die Befestigung der PVC-P-Bahnen erfolgt an Hochpunkten und mit folienkaschierten Verbundblechen 1. an Innen- und Außenecken von Treppenstufen, Sitzbänken oder sonstige Kanten.
  • Die einzelnen Bahnen 3. werden mit Quellschweißmittel oder Heißluft verschweißt, wobei eine Überlappung von 50 mm gewährleistet sein muss. Nach der mechanischen Dichtigkeitsprüfung der Schweißnähte werden die Nahtkanten mit Flüssig-PVC versiegelt.
  • Die Abdichtung der Einbauteile erfolgt mit Schraubflanschen 4. Die Anforderungen an die Einbauteile finden Sie im Kapitel Wasserführung.
  • Vor der Beckenbefüllung muss die komplette Auskleidung inkl. der Einbauteile mit einem geeigneten Reiniger gesäubert und falls notwendig desinfiziert werden.

Die Verlegeanleitung des Herstellers ist zu beachten.

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