Schwimmbadbau
Das sopra-Seminar

sopra-Seminar „Schwimmbadbau“

Teil 4: Physikalische Wasseraufbereitung/Filtertechnik

Ein Teil der Verunreinigungen wird durch den Badegast in Form von Hautschuppen, Schweiß, Speichel, Harnstoff, Fett, Kolloide (feinste schmutzteilchen) organischer Natur und Mikroorganismen (Bakterien, Vieren, Pilze) in das Schwimmbadwasser eingebracht.

Dazu kommen Verunreinigungen aus der Umgebung des Beckens, wie zum Beispiel Laub, Insekten oder Abfälle. Um eine gleich bleibend gute Wasserqualität gewährleisten zu können, müssen diese Verunreinigungen aus dem Badewasser entfernt werden.

Dies bedeutet für ihr Schwimmbad: Je effizienter die physikalische Wasseraufbereitung, umso geringer ist der zusätzliche Aufwand für die chemische Wasserpflege (Kapitel 5).

Optimale Filtertechnik

Die Filtration ist eines der ältesten und sichersten Verfahren in der Wasseraufbereitungstechnik. Durch die Siebwirkung werden mechanische Verunreinigungen, Trübstoffe und in gewissem Umfang auch Mikroorganismen zurückgehalten. Der Sandfilter hat für die Verunreinigungen ein hohes Speichervolumen und lange Filterlaufzeiten.

Neben der mechanischen Filtration (Raumfiltration) von Feststoffpartikeln im Filterbett können je nach Wasserinhaltsstoffen, Verweilzeit im Filter und Filtergeschwindigkeit auch noch chemische und/oder biologische Reaktionen ablaufen.

Neben Adsorption, Sedimentation und hydrodynamischen Effekten kommen als Ablagerungsmechanismen van der Vaal’sche und elektrokinetische Kräfte sowie chemische Vorgänge zum Tragen.

Darüber hinaus finden auch biologische Vorgänge statt, z. B. kann sich auf der Oberfläche des Filterkorns ein Bakterienrasen bilden.

Einflussgebende Faktoren sind:

  • hydraulische Bauform
  • Korngröße
  • Schichthöhe
  • Filtergeschwindigkeit
  • Filtrationseffekt

Die Filterqualität ist abhängig vom Trübstoffgehalt, der Aufbereitung des Wassers, der Art und Korngröße des Filtermaterials, der Schichthöhe, der Filtergeschwindigkeit und der Laufzeit.

Der Druckverlust ist abhängig von der Filtergeschwindigkeit, der Laufzeit, dem Trübstoffgehalt, der Schichthöhe und der Korngröße des Filtermaterials. Der Filtrationseffekt ist abhängig von der physikalischen Beschaffenheit (Gleichmäßigkeit der Körner) des Filtermaterials, wie Kornform, Schüttdichte, Polarität und Porenvolumen.

Je nach Größe der Verunreinigung unterscheidet man:

  • Grobe Schwimmstoffe z. B. Grashalme, Haare, Pflaster usw. Sie sind > 1 mm und lassen sich durch ein sieb entfernen.
  • Grobdisperse Teilchen z. B. Textilfasern, Hautschuppen, Sand- und Schlammpartikel usw. Sie sind zwischen 1 mm und 0,0001 mm (10 hoch – 4) groß. Grobe Schwimmstoffe und die grobdispersen Teilchen werden auch ohne Flockung vom Filter mechanisch zurückgehalten.
  • Kolloide Teilchen z. B.Kosmetika, Seife, Speichel, Makromoleküle von Eiweiß oder Fett in feiner Verteilung. Sie sind größer als “10 hoch (-6)” mm aber kleiner als “10 hoch (-4)” mm. Diese Teilchen werden ohne Flockung vom Filter mechanisch nicht zurückgehalten. Sie sind nicht durch das Auge oder durch eine Lupe erkennbar. Erst unter einem Lichtmikroskop mit großer Vergrößerung können sie sichtbar gemacht werden.

Auf der folgenden Seite werden die Filtersysteme näher erklärt.

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