Schwimmbadbau
Das sopra-Seminar

sopra-Seminar „Schwimmbadbau“

Teil 4.3: Rückspülen

Eine gute Filteranlage filtert nicht nur gut, sondern gibt den Schmutz auch wieder gut ab, wenn es verlangt wird. Rückspülen ist ebenso wichtig wie Filtern. Ist das Rückspülen ungenügend, wird das Filterergebnis von mal zu mal schlechter.

Der Rückspülung fallen folgende Funktionen zu:

  • Entfernen der Ein- und Angelagerten Stoffe
  • Auflockerung des Filtermaterials und Wiederherstellen der Schüttdichte des ursprünglich vorhandenen Filterbettes
  • Verhinderung und Beseitigung von Verback- und Verklebungen des Filtermaterials
  • Austragung von Filtermaterialabrieb und Unterkorn

Die Rückspülung ist umso besser, je höher die Rückspülgeschwindigkeit ist (verhält sich also umgekehrt zur Filtrationsgeschwindigkeit). Eine hohe Rückspülgeschwindigkeit ist notwendig, damit sich das Filterbett ausdehnt und die Filterschicht um mindestens 10 % angehoben wird. Dadurch reiben sich die Körner aneinander und geben den Schmutz wieder frei. Man nennt das Fluidisierung. Nur bei ausreichender Fluidisierung wird das Filtermaterial gereinigt und eine Verkeimung des Filters verhindert.

In einem nicht oder schlecht gespülten Filter entwickelt sich ein saurer Biofilm, welcher wiederum zur Zehrung von Desinfektionsmittel und bei Chlor zur Bildung von unerwünschten Chloraminen (verantwortlich für Schleimhautreizungen und Chlorgeruch) führt. Das Schmutzwasser und das Erstfiltrat wird der Kanalisation zugeführt und durch Frischwasser ersetzt.

Wichtige Punkte der Rückspülung:

  • die Rückspülung sollte automatisch erfolgen. Nur so ist sichergestellt, dass genügend oft und vor allem genügend lange rückgespült wird
  • die Rückspülung sollte möglichst drucklos erfolgen, um das Abfließen der Schmutzstoffe zu erleichtern
  • die Rückspülzeit sollte mind. 3 Minuten betragen
  • die Klarspülzeit sollte mind. 20 sekunden betragen
  • die Rückspülgeschwindigkeit sollte 50 – 60 m/h betragen
  • die Rückspülung sollte einmal wöchentlich erfolgen

Im öffentlichen Bereich gilt:

  • die Geschwindigkeit beim Rückspülen muss größer sein als beim Filtern, deshalb wird evtl. eine zusätzliche Spülpumpe erforderlich oder auch ein Spülluftgebläse
  • die Auflockerung des Filterbettes kann durch ein Spülluftgebläse erreicht werden, gleichzeitig wird die erforderliche Rückspülwassermenge reduziert; zu beachten ist der Anschluss des Spülluftgebläses über eine Rohrschleife oberhalb des Wasserspiegels, um das Eindringen von Wasser während des Stillstandes des Spülluftgebläses zu unterbinden (Bernoulli)
  • die Kontrolle der Rückspülung soll in halbjährlichen Abständen durch in Augenscheinnahme der Oberfläche des Filterbettes durchgeführt werden

Auf der folgenden Seite werden Flockung näher erklärt.

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