Schwimmbadbau
Das sopra-Seminar

sopra-Seminar „Schwimmbadbau“

Teil 1.6: Anforderungen an den Technikraum

Die Lage und die Höhe des Technikraums muss geplant werden. Einen wesentlichen Einfluss hat hier die Art der Wasserführung. Bei Einsatz einer Überlaufrinne oder Überlaufkante ist ein Überlaufsammelbehälter erforderlich.

Die Wasseraufbereitungstechnik sollte so nah wie möglich am Becken in einem gut zugänglichen Raum untergebracht und gegen Feuchtigkeit und Frost geschützt werden. Soll die Technik in einem unterirdischen Schacht installiert werden, so ist dieser zur Begehung für Bauherrn und Kundendiensttechniker mit einem ausreichend großen Einstieg zu versehen.

Bei unmittelbarer Nähe von Wohnräumen muss der Schallschutz besonders beachtet werden. Unterzubringen sind Filter, Umwälzpumpen, Verbindungsrohrleitungen und Wärmetauscher für die Beckenheizung, evtl. Vorfilter, automatische Desinfektionsanlage, evtl. Pumpen für Attraktionen und Überlaufsammelbehälter bei einer Technik mit Überlaufrinne.

Beim Hallenbad sind zusätzlich Anlagen zur Luftkonditionierung notwendig.

Folgende Punkte sollten unbedingt beachtet werden

Raumgröße

Der Raumbedarf richtet sich in erster Linie nach der Größe und Höhe der Filterbehälter und der Klimatechnik. Für die Raumgröße ist die Filterhöhe ein wichtiges Kriterium, da die Austausch-­Neubefüllung des Filtermaterials immer von oben erfolgt.

Der Platzbedarf einer privaten Wasseraufbereitungsanlage beträgt ca. 3 m², bei einer Raumhöhe von mind. 1,8 m. Schwimmbadanlagen mit Überlaufrinne benötigen wegen dem notwendigen Überlaufsammelbehälter einen Platzbedarf von mind. 10 m². Über dem Filterbehälter sollte immer ein lichtes Maß von 60 cm eingehalten werden. Bei öffentlichen Anlagen sind die Angaben der DIN 19643-I zu beachten.

Zugänglichkeit

Für die Montage, evtl. Reparatur und vor allem für Bedienung und Wartung müssen die Montageöffnungen und Zugänge ausreichend groß bemessen sein. Vor allem im öffentlichen Bereich muss die Austauschmöglichkeit von Komponenten, besonders der Filterbehälter, berücksichtigt werden. Der Zugang muss so beschaffen sein, dass die im Technikraum benötigten Wasserpflegemittel gefahrlos eingebracht werden können.

Niveau des Technikbodens

Der Saugstutzen der Filterpumpe sollte möglichst tiefer (max. 3 m) als der Beckenwasserspiegel liegen. Falls nötig, und unter Beachtung besonderer Vorkehrungen, kann die Pumpe höher angeordnet werden, dies sollte aber möglichst vermieden werden.

Bei Überlaufsystemen muss der Rinnenablauf mit freiem Gefälle zum Wasserspeicher (Überlaufsammelbehälter) angeordnet werden. Bei Aufstellung der Aufbereitungsanlage über dem Wasserspiegel ist darauf zu achten, dass sowohl während des Betriebes, als auch bei Stillstand kein Unterdruck innerhalb der Anlage auftritt. Sind automatische Dosiereinrichtungen eingebaut, können durch Unterdruck die Wasserpflegemittel-­Chemikalien angesaugt werden, und gelangen so ungewollt in den Badebeckenwasserkreislauf. Der Boden sollte leicht sauber zu halten sein.

Be- und Entlüftung

Zur Vermeidung von Kondensat und Korrosion sollte der Filterraum natürlich oder künstlich belüftet sein.

Ausstattung

Der Technikraum muss folgendermaßen ausgestattet sein:

  • Netz-­Wasseranschluss (mindestens DN 20 (¾”) mit Schlauchanschluss.
  • Es ist ein Bodenablauf NW 100 vorzusehen. Sollte es einmal zu einer Undichtigkeit kommen, kann dadurch ein Wasserschaden weitestgehend verhindert werden.
  • Kanalanschluss mind. NW 70 für Rückspül-­ und Entleerungswasser. Es muss gewährleistet sein, dass der Kanalanschluss zumindest eine Schmutzwassermenge von 15 m3/h ohne Rückstau aufnimmt. Da die Rückspülleitung des Filters immer drucklos installiert werden muss, muss der bauseitige Kanalanschluss tiefer als das Rückspülventil liegen oder aber eine Schmutzwasserhebeanlage installiert werden.
  • Stromversorgung nach VDE 0100. Geräte am Aufstellort einzeln schaltbar, ausreichende Beleuchtung, Steckdose für Wartungsdienst (separat abgesichert), zusätzliche, abgesicherte, separate Steckdose (wenn Tauchpumpe vorhanden).

Aus Sicherheitsgründen ist in den Netzanschluss ein FI-Schutzschalter, Nennfehlerstrom: 30 mA, einzubauen und alle Metallteile in den Potenzialausgleich einzubeziehen.

  • ausreichende Be-­ und Entlüftung des Raumes. Frostgefahr beachten.

Zum nächsten Teilabschnitt 1.7: Beckengröße und Wassertiefe

Auf der folgenden Seite werden die Planungsgrundlagen für Beckengröße und Wassertiefe näher erklärt.

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