Schwimmbadbau
Das sopra-Seminar

sopra-Seminar „Schwimmbadbau“

Teil 1.5: Planungskriterien Hallenbad

Der Bau eines Hallenbades mit ganzjähriger Nutzung ist genehmigungspflichtig und bedarf der sorgfältigen Planung eines erfahrenen Fachunternehmens mit langjährigen Erfahrungen im Schwimmbadbau.

Bedingt durch die zu errichtende Bausubstanz mit erhöhten Anforderungen an die Wärmedämmung mit Dampfsperre und die Klimatisierung des Raumes ergeben sich oftmals Investitionskosten die 3-­ bis 5-­mal höher liegen, als die eines komfortablen Freibades.

Die Unterhaltungskosten einer Niedrigschwimmhalle sind, bei entsprechender Planung und Ausführung, jedoch nicht wesentlich höher als die eines Freibades.

Das Hallenbad als reines Sportbecken, wie es noch vor einigen Jahren üblich war, wird nicht mehr gewünscht. Eine Schwimmhalle wird heute als Kommunikationszentrum und teilweise als Wohnbereich angesehen und muss daher neue Anforderungen erfüllen.

Eine sinnvolle Zuordnung zu den Funktionsräumen ist ebenso wichtig, wie die sinnvolle und optisch ansprechende Ausgestaltung des Raumes. In oder in unmittelbarer nähe der Schwimmhalle sollten sich der Aufenthalts-­ und Umkleidebereich, Dusche und ein separates WC befinden. Häufig wird die Schwimmhalle mit einem Wellnessbereich (Sauna, Dampfbad, Infrarot Kabine, Solarium, Fitness etc.) kombiniert.

Tageslicht ist für das mentale Wohlbefinden beim Aufenthalt in der Halle sehr wichtig. Eine lichte Hallenhöhe von 2,60 m sollte nicht unterschritten werden. An eine Aufenthalts-­ und Liegefläche (mind. 2,0 x 3,0 m) sollte ebenso gedacht werden, wie an einen umlaufenden Beckenumgang.

Folgende Klimawerte werden vom Menschen als behaglich empfunden:

  • Wassertemperatur: 28 °C
  • Raumtemperatur: 30 °C
  • relative Luftfeuchtigkeit: 60 %

Die Lufttemperatur in der Schwimmhalle sollte aus energetischen Gründen 2 bis 3 K höher liegen als die Wassertemperatur (siehe Kapitel „Schwimmhallenklimatisierung“).

Lediglich in Ruhezeiten und bei abgedecktem Becken kann die Raumtemperatur unter die der Wassertemperatur gefahren werden. Daher kommt auch im Hallenbad der Schwimmbadabdeckung eine zentrale Rolle zu. Sie trägt wesentlich zur Energieeinsparung bei.

Zur Vermeidung von Schäden an der Bausubstanz müssen Wände und Decke so aufgebaut sein, dass auch an den kältesten Tagen und Nächten die Taupunkttemperatur nicht unterschritten wird. Eine innen liegende Wärmedämmung mit Dampfsperre ist i.d.R. die beste Möglichkeit dem vorzubeugen und die Vorgaben der Energieeinsparverordnung einzuhalten (siehe Punkt „Bauphysik Schwimmhalle“).

Alle verwendeten Bauteile der Schwimmhalle müssen einen Nachweis nach DIN 4108 Teil 3 führen und damit für den Einsatz in einer Schwimmhalle zugelassen sein.

Die verwendeten Werkstoffe müssen feuchtigkeitsbeständig, hygienisch und leicht zu reinigen sein. Gipsbaustoffe sind nicht zulässig.

Der Anteil von Glasflächen sollte 50 % nicht übersteigen. Hoch wärmedämmendes Glas mit einem U-­Wert von 0,9 bis 1,2 und eine optimal gedämmte Rahmenkonstruktion verhindern weitestgehend Kondenswasserbildung. Große Glasflächen müssen von unten mit warmer Luft vollflächig angeströmt werden.

Zum nächsten Teilabschnitt 1.6: Anforderungen an den Technikraum

Auf der folgenden Seite werden die Planungsgrundlagen für Anforderungen an den Technikraum näher erklärt.

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