Schwimmbadbau
Das sopra-Seminar

sopra-Seminar „Schwimmbadbau“

Teil 1.4: Standortfaktoren Freibad

Standort und Ausstattung eines Freibades richten sich nach den örtlichen Gegebenheiten und sollten architektonisch dem Garten und Stil des Hauses angepasst werden.

Der Standort nimmt wesentlichen Einfluss auf Kosten für die Beheizung, Beckenreinigung und der Badebeckenwasseraufbereitung.Folgende Faktoren sollten berücksichtigt werden:

Entfernung zum Haus

Das Schwimmbad sollte möglichst in Haus-­ und Terrassennähe platziert werden. Die Vorteile sind ein guter Windschutz (bei richtiger Lage des Hauses), kurze und kostengünstige Versorgungs-­ und Entsorgungsleitungen, nahe Umkleidemöglichkeiten und damit kurze Wege für den Badenden.

Eine Solaranlage zur Beheizung des Schwimmbades (siehe „Wassererwärmung“) kann bei Bedarf auf dem Hausdach installiert, und die Wasseraufbereitung ggf. im Keller untergebracht werden (siehe „Anforderungen an den Technikraum“).

Himmelsrichtung

Bei Freibädern ist die Beachtung der Himmelsrichtung von wesentlicher Bedeutung. Die Hauptwindrichtung sollte in Längsachse des Beckens liegen. Die Wasserströmung sollte in Hauptwindrichtung liegen, da der Wind damit die Wasserströmung und Oberflächenreinigung unterstützt.

Wind- und Sichtschutz

Zu starker Wind muss verhindert bzw. abgeschirmt werden. Das Wasser kühlt, besonders nachts, durch die Verdunstung sehr stark ab. Darüber hinaus werden vermehrt Verunreinigungen, wie z. B. Blätter oder Insekten, in das Becken hineingetragen.

Ein Sichtschutz dient als Abschirmung der Privatsphäre und gleichzeitig als Windschutz. Es eignen sich alle wetterbeständigen Hölzer oder korrosionsgeschützte Metallkonstruktionen. Der Sichtschutz ist so zu gestalten, dass eine Verschmutzung durch Blätter und Blütenstaub vermieden wird.

Bepflanzung

Rund um das Becken sollte auf laubabwerfende Gewächse verzichtet oder der Pool entsprechend geschützt werden, z. B. durch eine Überdachung (siehe „Schwimmbadabdeckung“).

Hohe Bepflanzung auf der Süd-­ und Westseite sollte möglichst vermieden werden, um die Sonneneinstrahlung und die damit verbundene kostenlose natürliche Erwärmung auszunutzen.

Beckeneinbau

Der Baugrund des Schwimmbeckens muss ausreichend tragfähig und setzungssicher sein. Jedes Schwimmbad erfordert zwingend eine betonierte Bodenplatte, welche ein Gewicht von ca. 1,5 t/m² (Gewicht des Beckenkörpers und Wasserfüllung) tragen muss.

Es ist der Grundwasserspiegel zu beachten, daher sollte Gründung und der Einbau des Schwimmbeckens oberhalb des Grundwasserspiegels erfolgen. Sollte dies nicht möglich sein, müssen entsprechende Sicherungsmaßnahmen vorgesehen werden.

Das Becken sollte möglichst nicht in Geländevertiefungen eingebaut werden, da verschmutztes Oberflächenwasser (Regen, Tauwasser etc.) dann ungewollt in das Schwimmbecken gelangen kann.

Der Beckenumgang sollte mit einem rutschhemmenden Belag von mind. 60 cm Breite versehen sein und zum Becken leicht ansteigen, damit Oberflächenwasser nicht ungehindert in das Freischwimmbecken gelangen kann.

Eine Barriere gegen Kriechtiere bietet ein erhöhter Beckenrand (mind. 20 cm), welcher gleichzeitig als Sitzbank verwendet werden kann.

Zum nächsten Teilabschnitt 1.5: Planungskriterien Hallenbad

Auf der folgenden Seite werden die Planungsgrundlagen für Planungskriterien für ein Hallenbad näher erklärt.

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