Schwimmbadbau
Das sopra-Seminar

sopra-Seminar „Schwimmbadbau“

Teil 3.3: Becken mit Überlaufrinne

Im Gegensatz zu Skimmerbecken läuft bei dieser Beckenkonstruktion das Oberflächenwasser über eine Überlaufkante ab. Optimal ist eine 4-seitige Überlaufrinne. Private Becken können aber auch mit 1 bis 3-seitiger Überlaufrinne versehen werden, wenn es räumlich notwendig oder aus architektonischer Sicht sinnvoll ist.

Die Überlaufkante hat die Funktion eines Streichwehrs zur gleichmäßigen Ableitung des Oberflächenwassers. Dadurch entwickelt sich nur eine geringe bzw. fast keine Wellenreflexion.

Der Wasserspiegel befindet sich in Höhe der Überlaufkante der Rinne, wodurch i. d. R. der Blick des Badenden über den Beckenumgang hinaus geht und er nicht gegen eine „Wand“ blickt. Das Wasser sollte möglichst gleichmäßig überlaufen, was eine exakte Nivellierung von ± 2 mm auf der gesamten Länge der Rinne erforderlich macht.

Dies ist extrem gering, aber die Physik lässt keine größeren Abweichungen zu. Je größer die Abweichung der Überlaufkante ist, desto größer ist das Schwallwasservolumen, welches einseitig abfließt und damit unnütz umgewälzt wird, während andere Bereiche verspätet und langsamer abfließen. Je größer die Wasserfläche ist, desto größer sind die negativen Auswirkungen!

Die DIN 19643 fordert unter Punkt 10.2 eine max. Abweichung von ± 2 mm der Überlaufkante von der Waagerechten. Diese Toleranz ist enger, als in den technischen Regeln der Fliesenleger üblich. Hierauf sollte der Fliesenleger bei der Ausführung hingewiesen werden.

Von der Rinne aus fließt das Wasser drucklos in einen Wasserspeicher. Dort wird es von der Filterpumpe abgesaugt, gefiltert und über die Beckeneinströmung zurück ins Becken geführt. Bei der Planung, die von einem sopra-Fachbetrieb ausgeführt werden sollte, ist auf eine gleichmäßige Beckeneinströmung und die richtige Fließgeschwindigkeit (siehe Kapitel 3.5) zu achten.

Vorteile:

  • gute Beckenhydraulik
  • optimale und schnelle Ableitung des Oberflächenwassers
  • weitestgehende Vermeidung von Todzonen, Kurzschlüssen und Wasserwalzen
  • bessere Wasserqualität (Wasserhygiene)
  • hoch liegender Wasserspiegel
  • kein Schmutzrand
  • Schwimmer blickt über den Beckenumgang hinaus
  • geringe Wellenreflexion

Nachteile:

  • technisch aufwendiger
  • höhere Kosten
  • größerer Platzbedarf für Technik

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