Schwimmbadbau
Das sopra-Seminar

sopra-Seminar „Schwimmbadbau“

Teil 3.3.1: Beckenkopf/Rinnensysteme

Der Beckenkopf bildet den Abschluss des Beckens. Er ist der Anschlusspunkt zwischen Becken und Umgang, der Übergang zwischen wasserdichtem Becken und der Dichtung des Umgangs. Dieser Übergang ist eine wichtige und kritische Stelle.

Der Übergang Wasser/Luft ist technisch am meisten gefährdet (Durchfeuchtung/Trocknung) und ist auch die Linie, an der sich Schmutz, Algen und Bakterien – für Desinfektionsmittel nicht mehr erreichbar – absetzen können. Dies gilt sowohl für den Beckenkopf ohne Rinne als auch für die Ablauffläche bei vorhandener Überlaufrinne.

Zwei grundsätzliche Arten von Überlaufrinnen lassen sich aufgrund des Wasserspiegels unterscheiden:

  • tief liegende Rinne
  • hoch liegende Rinne

Rinnen mit tief liegendem Wasserspiegel sollen möglichst nicht ausgeführt werden, da sie nicht mehr zeitgemäß sind. Die hoch liegende Rinne erlaubt eine freie Sicht des Badenden und einen von großen Wellen freien Wasserspiegel.

Die wichtigsten Rinnentypen werden nachfolgend vorgestellt:

  • Züricher Rinne hoch liegender Wasserspiegel; außerhalb des Beckens und hinter einer Handfasse angebracht
  • Finnische Rinne hoch liegender Wasserspiegel; außerhalb des Beckens und hinter einer leicht ansteigenden Überlaufkante (strandartig) angebracht
  • St. Moritzer Rinne hoch liegender Wasserspiegel; außerhalb des Beckens und deutlich tiefer als der Wasserspiegel installiert
  • Wiesbadener Rinne tief liegender Wasserspiegel; offen und direkt im Becken angebracht

Züricher Rinne

Der Rand dient auch als Handfasse. Das Wasser fließt über die Handfasse und einen ca. 3 cm breiten Fliesenstreifen in die Rinne. Die Rinne wird mit einem Rinnenrost abgedeckt. Es gibt hier mehrere Unterarten. Entweder eine flache, nicht durch einen Rost abgedeckte Rinne oder eine tiefe Rinne, die mittels Rost abgedeckt wird.

Züricher Rinne

Finnische Rinne

Bei der finnischen Rinne ist der Beckenrand strandartig, d.h. flach auslaufend ausgebildet. Der Wasserspiegel liegt auf Höhe des Beckenumgangs. Durch die flache, ins Wasser eintauchende Überlaufkante wird die Wellenreflexion minimiert. Sie eignet sich daher besonders für Sportbecken.

Finnische Rinne

Bei der ursprünglichen Form der finnischen Rinne (System Tapiola) ist die eigentliche Ablaufrinne sehr flach gestaltet und besitzt keinen Abdeckrost. Bei der modifizierten finnischen Rinne nach dem „System Pyrmont“ ist die Ablaufrinne tiefer und mit einem Abdeckrost ausgestattet.

St. Moritzer Rinne

Das Beckenwasser wird über eine Beckenwand geführt. Auf Grund der hohen Fallgeschwindigkeit des Wassers und der Geräuschentwicklung beim Auftreffen in der Rinne sollte die Beckenwand nicht mehr als 700 mm über den Umgang ragen. Diese Rinnenart ist sehr attraktiv und wird häufig bei Designanlagen mit einseitiger Überlaufkante verwendet.

Sie hat aber auch einige Nachteile:

  • hohe Kohlensäureausgasung bei evtl. Kalkausfall
  • erhöhte Verdunstung mit Wärmeentzug und dadurch steigende Betriebskosten
  • unter Umständen höhere Geräuschentwicklung
St. Moritzer Rinne

Wiesbadener Rinne

Diese Art der Rinne ist nicht mehr gebräuchlich (tief liegender Wasserspiegel) und wird bei Neubauten nicht mehr verwendet. Sie findet sich häufig bei älteren bestehenden Anlagen wieder.

Die Überlaufrinne ist aus einem Formstein mit integrierter Handfasse hergestellt. Das geringe Aufnahmevolumen (Breite: 200-250 mm, Tiefe: 200-300 mm) macht viele Rinnenabläufe notwendig. Ein Abdeckrost ist nicht notwendig.

Wiesbadener Rinne

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