sopra Magazin 12

Gnadenlos war er auch zu seinen Rennfahrern. 1957, während der Mille Miglia, fuhr Alfonso de Portago einen der Ferrari-Rennwagen. Enzo Ferrari stachelte ihn zu mehr Leistung an und der Spanier holte alles aus dem 335 Sport heraus – bis zu seinem Unfall, bei dem er, sein Beifahrer und neun Zuschauer starben. Enzo Ferrari wird angeklagt, aber Jahre später freigesprochen. Seitdem schaute er sich die Rennen nur noch zu Hause am Fernseher an. Als Niki Lauda 1975 auf dem Nürburgring verunglückte, in den Flammen beinahe umkam und trotzdem wenige Wochen später wieder im Cockpit saß, hat das dem Commendatore höchsten Respekt abgenötigt. Dieser war allerdings wieder weg, als der Österreicher beim entscheidenden letzten Rennen in Suzuka bei strömendem Regen das Auto abstellte und damit in der Weltmeisterschaft nur Zweiter wurde. 1977 übernahm Gilles Villeneuve das Steuer des roten Rennwagens und traf mit seiner verwegenen Fahrweise genau den Geschmack des Patriarchen. Doch der Kanadier verunglückte 1982 tödlich beim Training zum Großen Preis von Belgien. Nur wenige Tage nach seiner Beerdigung übernahm Patrick Tambay das Ferrari-Cockpit, als wäre nichts geschehen. Bis in die 1950er-Jahre hinein stand der Name Ferrari fast ausschließlich für den Rennsport. Für sportbegeisterte Privatfahrer gab es dagegen bei Ferrari kaum etwas zu kaufen. Das sollte sich ändern, als Enzo Ferrari begann, auch Sportwagen für die Straße zu entwickeln. Der 250 Europa und später der 250 GT Europa, der erstmals auf dem Pariser Autosalon 1954 präsentiert wurde, markierten den Beginn einer langen Ära traumhaft schöner Sportwagen. Der 250 GT Europa stand gleichzeitig für den Beginn der Zusammenarbeit zwischen Ferrari und dem Designer Battista „Pinin“ Farina, die in zahlreichen legendären Sportwagen ihre Fortsetzung fand. Dieser Gran Tourismo mit Zwölfzylindermotor fand den Weg in die Garagen von zahlreichen Prominenten und Adligen. Im Jahre 1985 wurde mit dem F40 der letzte von Enzo Ferrari persönlich abgesegnete Sportwagen vorgestellt. Das Auto, von dem 450 Stück gebaut wurden, trägt noch einmal ganz die Handschrift des Meisters: kompromisslos bis ins letzte Detail und mit gnadenloser Renntechnik ausgestattet. Allradantrieb? Wozu denn? Servolenkung? Bremskraftverstärker? Nur was für Weicheier. Federwege? Verderben die Fahrpräzision. ABS? Bremsen muss man eben können. Es gibt nur eine Klimaanlage – ein Zugeständnis an die amerikanische Kundschaft. So puristisch ausgestattet wiegt das Auto nur 1.250 kg, mit denen der 2,9 Liter V8-Motor mit Doppelturbo und 478 PS wenig Probleme hat. Die 300 km/h Schallmauer ist für dieses Auto kein Problem. Es verlangt viel fahrerische Reife, bietet aber dem, der diese Rennmaschine zu beherrschen weiß, ein Fahrvergnügen, das nur noch sehr wenige der heutigen Fahrzeuge bieten können. Am 14. August 1988 starb Enzo Ferrari im Alter von 90 Jahren. Sein auto- mobiles Erbe lebt weiter – größer und glanzvoller denn je. ■ www.ferrari.com ENTDECKE DIE ELEKTRO MOBILITÄT Gablonzer Str. 9 · 75181 Pforzheim Telefon 07231 / 78406-0 www.opel-auto-service-pforzheim.de Auto&Service A&S GmbH&Co.KG * Die Werte wurden nach dem realitätsnäheren Prüfverfahren WLTP (Worldwide harmonized Light vehicles Test Procedure) ermittelt, das das Prüfverfahren unter Bezugnahme auf den NEFZ (Neuer Europäischer Fahrzyklus) ersetzt. Die WLTP-Werte sind auch Berechnungsgrundlage für fahrzeugbezogene Abgaben. Verbrauch, CO₂-Emissionen und Reichweite eines Fahrzeugs hängen nicht nur von der effizienten Energieausnutzung durch das Fahrzeug ab, sondern werden auch vom Fahrverhalten und anderen nicht technischen Faktoren beeinflusst. Stromverbrauch der Fahrzeuge* 28,9–14,8 kWh/100 km; CO2-Emission 0 g/km; Reichweite 197–418 km; Effizienzklasse A+++ SONDERKONDITIONEN JETZT SICHERN! EINFACH ELEKTRISIEREND WIR LIEFERN DEUTSCHLANDWEIT ELEKTROFAHRZEUGE  Beispielfoto der Baureihe. Ausstattungsmerkmale ggf. nicht Bestandteil des Angebots. JOURNAL

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