sopra Magazin 12

RECA NORM GmbH • Am Wasserturm 4 • 74635 Kupferzell QUALITATIV. INNOVATIV. NACHHALTIG. www.recanorm.de Über 40.000 Fachartikel Intelligente Lösungen Kompetente Beratung Produkte und Lösungen für Handwerk & Industrie TECHNIK & ENERGIEEFFIZIENZ Wärmepumpenanlagen von Vorteil, weil die Systemtemperaturen gegenüber der Beheizung über Lüftungsanlagen niedriger sind und die Wärmeenergie stromsparender transportiert werden kann. Denn Wasser hat eine wesentlich höhere Wärmekapazität als Luft. Bei Schwimmhallen mit geringer Bodenfläche kann die Fußbodenheizung eventuell noch durch Wand- heizungsflächen ergänzt werden. Weil die Oberflächentemperatur des Fußbodens jedoch aus Behaglichkeitsgründen begrenzt werden muss, kann in der Praxis maximal nur ca. 20 bis 30 % der Schwimmhallen-Beheizung über Flächenheizungen abgedeckt werden. Der Rest erfolgt über die Lüftungs- bzw. Entfeuchtungsanlage. Zur Verbesserung der JAZ kann in Abhängigkeit der Außentemperatur die Vorlauftemperatur von dem Niedertemperaturverteiler in den Sommermonaten noch auf z. B. 35° Celsius gesenkt werden. Allerdings muss dann die Übertragungsfläche von dem Beckenwärmetauscher größer dimensioniert werden, damit die minimal eingestellte Vorlauftemperatur für die gewünschte Beckenwassertemperatur ausreicht. Wärmeverbraucher mit höheren Systemtemperaturen werden an dem Hochtemperaturverteiler angeschlossen. Das kann zum Beispiel ein Whirlpool sein. Bei Aktivierung muss dieser möglichst in wenigen Minuten auf Nutztemperatur hochgeheizt werden, was dem WPS bei entsprechender Dimensionierung keine Probleme bereitet, weil durch die optimale Schichtung die 50° Puffertemperatur im obersten Speicherbereich auch bei möglichen Wärmepumpen-Sperrzeiten lange erhalten bleibt. „Vorlauf-Optimierer“ zur Wärmeversorgung der Entfeuchtungsanlage Unsere Entfeuchtungsanlagen werden sowohl vom Nieder- als auch Hochtemperaturverteiler mit Wärme versorgt. Dazu können wir einen „VorlaufOptimierer“ liefern, der aus einem Umschaltkugelhahn (1, Montage im Vorlauf der Entfeuchtungsanlage) sowie einem Regelungspaket besteht und zur Energieeinsparung beiträgt. Die grünen gestrichelten Linien im Bild 3 symbolisieren, welche Aktoren von der in der Entfeuchtungsanlage integrierten UNICON-Steuerung angesteuert werden. Zunächst erfolgt die Beheizung der Schwimmhalle vorrangig über den Niedertemperaturverteiler. Das heißt, die Fußbodenheizung wird aktiviert und das Regelventil in der Kompakt-Regelstation wird so weit geöffnet, wie zur Einhaltung der gewünschten Schwimmhallen-Raum- temperatur erforderlich ist. Wenn das noch nicht ausreicht, werden die Luftmengen bzw. Volumenströme der Anlage erhöht. Ab ca. 70 % des Nenn- volumenstroms wird zusätzlich noch zyklisch über den Umschaltkugelhahn (1) auf den Hochtemperaturverteiler umgeschaltet. Obwohl hier mehrere Sequenzen nacheinander zum Eingriff kommen, wird die Raumtemperatur über die PID-Regler-Kaskade ohne Schwankungen ausgeregelt. Bei gut isolierten Neubauten mit ausreichender Flächenheizung können über 80 % des Jahres ausschließlich vom Niedertemperaturverteiler abgedeckt werden. Lediglich im Winter oder bei Umschaltung von Eco- auf Nutzbetrieb wird zeitweise die Wärmezufuhr über den Hochtemperaturverteiler erforderlich. Natürlich können die Wärmeverbraucher alternativ auch mit T-Stücken an das Leitungsnetz angeschlossen werden anstatt über Verteiler. In den meisten Fällen ist die Entfeuchtungsanlage der einzige Hochtemperaturverbraucher und wird somit direkt an dem Speicher angeschlossen. Primärpumpen, zur Aufrechterhaltung der Zirkulation bis zu den Wärmeverbrauchen, können hier eingespart werden. Durch den separaten Speicher nur für die Schwimmbadtechnik gibt es kurze Wege bzw. Reaktionszeiten und nebenbei sinken die Wärmeverluste. Der Zirkulationsbypass in der Kompaktregelstation kann geschlossen bleiben (Werkseinstellung). Über den Temperaturfühler (10) regelt die Wärmepumpe den oberen Pufferbereich auf konstant 50° Celsius. Durch die kompakte Bauweise und der 150 mm starken Isolierung (Effizienzklasse A) sind die durchschnitt- lichen Bereitschaftswärmeverluste sehr gering (ca. 1,5 kWh/24 h). Die WPS-Schichtenspeicher gibt es in fünf Baugrößen von 400 bis 1.000 Liter Gesamtvolumen. ■ Jochen Herget 1) Hydraulikschema unvollständig (es fehlen z. B. Ausdehnungsgefäß, Sicherheitsgruppe, Entleerung etc.) 2) Die angegebenen Temperaturen beziehen sich auf die Auslegungs-Außentemperatur im Winter (z.B. –12° C)

RkJQdWJsaXNoZXIy MjUxODg=