sopra Magazin 14 DE

EINE ALTE UND LANGWEILIGE SCHWIMMHALLE ERHIELT EIN KOMPLETT NEUES OUTFIT UND LIEGT JETZT TECHNISCH UND GESTALTERISCH AUF HÖCHSTEM NIVEAU. REPORTAGE komplett umbauen zu lassen, um sie sowohl technisch als auch gestalterisch auf ein ganz anderes Level zu heben, entwickelte Robert Rappold einen Plan für die Um- und Neugestaltung der Schwimmhalle. Der ursprünglich rechteckige Raum wurde auf einer Seite aufgebrochen und um einen Anbau erweitert. Ein besonderes gestalterisches Detail ist die Glaslaterne, die die Decke des Neubaus jetzt überwölbt und vielfältige Lichtspiegelungen im Raum erzeugt. Es scheint, als wäre in der Glaskonstruktion noch ein Wandel- gang, was aber eine optische Täuschung ist. „Man sieht, wie die Sonne durch den Raum wandert“, erläutert Robert Rappold. Der Anbau, in dem unter anderem eine Küche und eine Bar untergebracht sind, vergrößert die Schwimmhalle erheblich und vermittelt ihr plötzlich einen ganz anderen Charakter. „Die Glaskonstruktion ist quer zum Becken eingebaut“, schwärmt Robert Rappold. „Wenn man abends im Whirlpool sitzt und in den Nachthimmel schaut, ist das Die beiden Häuser, die die Familie bewohnt, stammen bereits aus dem Jahre 1972. Eine Schwimmhalle, die ebenfalls in dieser Zeit gebaut wurde, dient als Bindeglied zwischen beiden Gebäuden. Da der Pool sowohl optisch als auch funktional nicht mehr dem heutigen Standard entsprach, recherchierten die Bauherren nach einem Architekten, der sich auf den Bau von hochwertigen Schwimmbädern spezialisiert hat, und wurden beim Münchner Architekten Robert Rappold fündig. Eine Besichtigung vor Ort brachte schnell Klarheit über den Zustand des Bestandsbeckens. Bei der Poolanlage handelte es sich um ein Betonbecken mit Fliesenauskleidung, Edelstahltreppe und Gegenstromanlage. Die Pooltechnik entsprach ebenfalls nicht mehr dem heutigen Standard. Da die Bauherren gewillt waren, nicht nur kleinere Reparaturmaßnahmen durchzuführen, sondern die Schwimmhalle POOL-METAMORPHOSE 69

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