sopra Magazin 14 DE

TECHNIK & ENERGIEEFFIZIENZ EINE ENERGIEEFFIZIENTE BAUWEISE VORAUSGESETZT, KÖNNEN SCHWIMMHALLEN ZU GERINGEN KOSTEN BETRIEBEN WERDEN, OHNE DASS BAUHERREN KOMFORTEINBUSSEN HINNEHMEN MÜSSEN. Energie als früher. So wird die private Schwimmhalle in der Energieeinsparverordnung nicht anders behandelt als ein normaler Wohnraum. Die Schwimmhalle wird als Wohnfläche in die Berechnungen einbezogen, die der Architekt als Nachweis erbringen muss. Sie geht mit den Verbrauchskennwerten in den Energieverbrauchsnachweis ein und wird nicht gesondert gerechnet. ERSTER PUNKT: DIE TEMPERATUR Bekanntlich sind moderne Privatschwimmhallen auf Behaglichkeit und die Möglichkeit zum längeren Aufenthalt konzipiert. Die Behaglichkeit wird aber von verschiedenen Größen bestimmt wie Beckenwasser- und Raumlufttemperatur, relative Luftfeuchte, Luftbewegung im Aufenthaltsbereich und Oberflächentemperatur der Umfassungswände. In der Praxis werden heute üblicherweise folgende Werte erzielt: Wassertemperatur ca. 30° Celsius, Raumtemperatur 32° Celsius, relative Luftfeuchte ca. 60 %, Luftbewegung im Aufenthaltsbereich Seit den 1990er-Jahren hat im Bereich des Schwimmhallenbaus ein Begriff Einzug gehalten, der viel Raum für Fantasie lässt: die Niedrigenergie-Schwimmhalle. WAS HEISST DAS? Jede Schwimmhalle wird individuell gebaut und weist, je nach Größe, Ausstattung und Nutzungsverhalten der Bauherren, einen unterschiedlichen Energieverbrauch auf. Deshalb sind Vergleiche immer nur schwer zu ziehen. Einige generelle Aussagen lassen sich aber doch treffen. Branchenexperten sind sich einig: Nach Berechnungen der ISO GmbH, Offenau, verbraucht eine moderne Schwimmhalle 12.000 bis 18.000 kWh/Jahr. Zum Vergleich: Eine Schwimmhalle aus den 1980er-Jahren kam noch auf etwa 30.000 kWh/Jahr. Gerade weil die Schwimmhallen heute so hochwertig ausgelegt sind, verbrauchen sie auch weniger AUF ENERGIEEFFIZIENZ GETRIMMT 84 MAGAZIN | 2025

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