sopra Magazin 14 DE

TECHNIK & ENERGIEEFFIZIENZ Natürlich sind die Verbräuche wesentlich vom Nutzungsverhalten der Besitzer abhängig. Wenn das Schwimmbad im Durchschnitt etwa eine Stunde am Tag genutzt wird und die Anlage sich 23 Stunden im Ruhebetrieb befindet, sind die Verbräuche natürlich geringer, als wenn sich Kinder über mehrere Stunden im Schwimmbad aufhalten und wenn die Gegenstromanlage oder die Schwalldusche über längere Zeit laufen. Dann muss natürlich auch die Entfeuchtungsan- lage auf Hochtouren arbeiten. In den Ruhephasen hat man jedoch dank Abdeckung und Entfeuchtungsanlage Klimabedingungen fast wie in einem Wohnzimmer. FÜNFTER PUNKT: DIE KLIMAANLAGE Ein Klimagerät registriert über seinen Feuchtefühler die hohe Verdunstung und sorgt schnell wieder für normale Klimabedingungen. Da die Schwimmhalle nicht nur zum Baden, sondern auch zum längeren Aufenthalt genutzt wird, sind angenehme Klimabedingungen wichtig und werden auch relativ schnell wiederhergestellt. Moderne Klimageräte sind auf eine wirtschaftliche Betriebsweise ausgelegt und regeln Entfeuchtung, Frischluftzufuhr und Wärmerückgewinnung. Sie arbeiten schon deshalb wirtschaftlich, weil sie zwischen Ruhebetrieb und Nutzung des Bades unterscheiden können und ihre Betriebsweise entsprechend anpassen. Faustregel: Von einer guten Klimaanlage hört und sieht man nichts. Wichtig ist auch, dass die Klimatechnik im Unterdruck gefahren wird. Dann merkt man vom Schwimmbad im übrigen Haus nichts. ■ sich dann über den Beckenumgang und verdrängt die Feuchtegrenzschicht über der Wasseroberfläche. Die Folge: Die Wasserverdunstung steigt und somit auch die Energiekosten. Andererseits dürfen die Fensterflächen nicht direkt mit Warmluft angeblasen werden, weil dadurch die Luftgrenzschicht an der Scheibe weggewirbelt wird. Die Luftgrenzschicht beeinflusst aber das Wärmedämmvermögen eines Bauteils. Die Folge: erhöhter Wärmebedarf und höhere Heizkosten. Die Zuluft-Öffnungen, sprich Schlitzschienen, sollten deshalb entlang der Fensterflächen laufen, damit die Scheiben vollständig mit warmer Luft abgeschleiert werden. Sozusagen eine unsichtbare Warmluftgardine. Der zusätzliche Wärmebedarf einer Schwimmhalle, der nicht durch die Wärmerückgewinnung abgedeckt ist, wird durch statische Heizflächen erzeugt. Dies ist aber nur in den Wintermonaten der Fall. In der übrigen Zeit wird der Wärmebedarf der Schwimmhalle meistens durch die Wärmerückgewinnung abgedeckt. Benötigt werden allenfalls ein oder zwei niedrige Heizkörper, die dekorativ als Wärmebank genutzt werden können. Bewährt haben sich auch Unterflurkonvektoren vor der gesamten Fensterfläche, die mit einem darunter angeordneten Zuluftkanal eine gute Abschirmung der Fensterflächen bewirken. Die Regelung der statischen Heizflächen erfolgt meist über einen Raumtemperaturfühler. VIERTER PUNKT: DIE ABDECKUNG Sie reduziert ganz wesentlich die Verdunstung, was die Entfeuchtungsanlage entlastet und damit auch das Portemonnaie. Und sie sorgt außerdem für ein besseres Klima in der Schwimmhalle. Verdunstung, Wärmeleitung t Strom, Wärme, Wasserpflegemittel 0 t o O O o O t Frischwasser, Schlammwasser Reinigung, Betrieb, Nachfüllen Copyright uwe Jetstream GmbH Aufgrund der Verdunstung sind die Bauteile in einer Schwimmhalle einer permanenten Belastung ausgesetzt. Um diese zu schützen, ist eine Wärmedämmung mit Dampfsperre zwingend notwendig. 86 MAGAZIN | 2025

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