TECHNIK & ENERGIEEFFIZIENZ Entfeuchten: Durch die Wasserverdunstung ist die Luftfeuchtigkeit gestiegen, der Kompressor der Wärmepumpe läuft an. Die Luft wird am Verdampfer unter den Taupunkt abgekühlt und dadurch entfeuchtet. Mit der dabei freiwerdenden Wärme wird die Luft am Kondensator über die Eintrittstemperatur aufgeheizt und als trockene, warme Zuluft in die Halle zurückgeführt. Entfeuchten in Übergangszeiten: Liegt die Außenluft-Temperatur über der im Verdampfer abgekühlten Schwimmhallenluft (zum Beispiel im Frühjahr oder im Herbst), wird diese ins Freie geblasen und die wärmere Außenluft im Kondensator aufgeheizt und als warme Frischluft in die Halle geleitet. Sommerbetrieb: An heißen Sommertagen, an denen die Außenlufttemperatur über der Schwimmhallentemperatur liegt oder wenn in der Halle keine Wärme benötigt wird, schaltet der Kompressor ab, und es wird mit Außenluft entfeuchtet. Ist das Gerät mit einem Beckenwasser-Kondensator ausgestattet, kann außerdem das Schwimmbeckenwasser aufgeheizt werden, wenn für die Hallenluft keine Wärme benötigt wird. Die Gerätetechnik macht jedoch nur einen Teil der Klimaanlage aus. Heute sind immer mehr spezielle Problemlösungen, abgestimmt auf das jeweilige Bauvorhaben, gefragt. Gemeinsam legen Architekt, Planer und ausführende Fachfirma die wesentlichen Bedingungen für das Klimasystem fest. Das Luftleitsystem, falls vorhanden, muss möglichst geradlinig laufen, es darf weder überdimensioniert, wegen der Kosten, noch unterdimensioniert sein, sonst sind sehr hohe Ventilatorleistungen erforderlich. Besondere Bereiche wie Duschen, Einbauschränke oder Saunakabinen sind bei der Luft- führung zu berücksichtigen. Wichtig ist auch ein Frischluft-/Fortluft-Anschluss. Dadurch ist es möglich, die Entfeuchtungskapazität der Klimaanlage dem Durchschnittsbetrieb anzupassen. Entfeuchtungsspitzen werden durch Zumischung von Außenluft ausgeglichen. Eine niedrige Kompressorleistung im Dauerbetrieb ist auf jeden Fall günstiger und materialschonender als eine hohe Kompressorleistung mit kurzen Einschaltintervallen. ■ Mit der Kondensation der Luftfeuchte findet gleichzeitig ein Auswaschen von Geruchsstoffen statt. Die nunmehr abgekühlte Hallenluft durchströmt einen Kondensator, der die vom Kältemittel transportierte Wärmemenge übernimmt und die Luft auf ihre Endtemperatur von ca. 30° Celsius erwärmt. Da bei dem Durchströmen des Gerätes eine Wiederaufnahme von Feuchte nicht eintreten kann, befindet sich diese Luft in einem ungesättigten Zustand mit einer relativen Feuchte von 33 bis 35 %. Sie wird nun von dem Gebläse über den Zuluftkanal in die Halle gedrückt. Bei der Abkühlung am Verdampfer wird außer der Wärmemenge entsprechend der Temperaturabsenkung der Hallenluft zusätzlich auch die im Wasserdampf enthaltene Verdampfungswärme und die der Temperaturdifferenz Wasserdampf/Wasserdampfkondensat entsprechende Wärmemenge frei. Diese wird vom Kältemittelkreislauf übernommen und am Kondensat der Wärmepumpe nach Wiederaufheizung der Luft als Überschusswärme abgegeben. Die Außenluftmenge lässt sich bei Lüftungsanlagen mit Umluftbetrieb und Wärmerückgewinnung relativ geringhalten, auch wenn natürlich nicht darauf verzichtet werden kann. Dabei sollte die Außenluft möglichst nicht von der Straßenseite, sondern vom Garten her angesaugt werden. Und es ist darauf zu achten, dass Personen, beispielsweise auf der Terrasse, nicht durch Luftgeräusche belästigt werden. Die Abluft kann mittels eines Kanalsystems ebenso wieder abgeführt werden, und zwar immer im oberen Bereich der Schwimmhalle, da die warme und feuchte Luft bekanntlich nach oben steigt. Auch hier ist auf eine niedrige Geräuschstufe der Lüfter zu achten. Schaut man sich die einzelnen Betriebszustände an, dann sieht das im Einzelnen so aus: Umluftbetrieb: Temperatur und Feuchtigkeit haben Sollwert erreicht. Einzig der Zuluftventilator läuft und hält den Warmluftschleier vor den Fenstern aufrecht. Aufheizen: Die Hallentemperatur ist gesunken, das WarmwasserHeizregister wird zugeschaltet. Verschiedene Typen von Klimageräten vom sopra Lieferanten Herget: Das Angebot reicht vom Wärmepumpen-Truhengerät über Wärmepumpen-Kanalgerät sowie Rekuperatorgeräten bis hin zu Geräten, die die Vorteile der Rekuperator- mit der Wärmepumpentechnik kombinieren. Foto: Kühling & Hauers 90 MAGAZIN | 2025
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