sopra Magazin 14 DE

SIE HABEN EINE IDEE? WIR AUCH! Grafisch-konzeptionelle Umsetzung und Realisation mit „Liebe zum Detail“. Die Auswahl der Materialien beschränkt sich auf badewasserbeständige Werkstoffe. Besonders geeignet sind in diesem Falle Kunststoffe wie zum Beispiel speziell verstärktes Polypropylen. Dieser Werkstoff besitzt sowohl eine sehr hohe chemische als auch mechanische Beständigkeit. Zudem hat er einen weiteren Vorteil: das geringe Gewicht gegenüber Pumpen aus Grauguss oder Bronze. In den letzten Jahren wurden auch insbesondere für den öffentlichen Schwimmbadbereich zunehmend Block- pumpen aus Kunststoff oder die Vorfiltergehäuse dafür aus Kunststoff in den Verkehr gebracht. Selbstansaugende Pumpen haben den entscheidenden Vorteil, dass diese auch oberhalb des Wasserspiegels aufgestellt selbsttätig das Wasser ansaugen können. Um dies zu ermöglichen, ist der interne Aufbau der Pumpe darauf abgestimmt. Wird das Vorfiltergehäuse der Pumpe einmalig mit Wasser aufgefüllt, saugt die Pumpe nach einer kurzen Zeit das Wasser komplett an. Um dies zu ermöglichen, wird die Luft im Leitapparat abgeschieden, um damit ein Vakuum aufzubauen. Die Luft wird anschließend über die automatische Entlüftung im Filterbehälter abgeführt. Dennoch sollten selbstansaugende Pumpen nicht zu weit über dem Wasserspiegel aufgestellt werden, damit der Vorgang binnen weniger Minuten sicher erfolgen kann. Normalsaugende Pumpen können, im Gegensatz zu den selbstansaugenden, keine Luft mitfördern, das heißt, im Praxisbetrieb müssen diese Pumpen generell unter dem Wasserspiegel aufgestellt werden. Es ist sicherzustellen, dass der normalsaugenden Pumpe immer selbstständig Wasser zufließen kann. Ist dies nicht gewährleistet, kann es zum Abriss des Förderstroms führen und die Pumpe wird über kurz oder lang ihre Tätigkeit einstellen. Die Pumpen verfügen generell saugseitig über ein Haar- und Fasernsieb, welches sie vor groben Verunreinigungen schützt. Die Häufigkeit der Siebreinigung richtet sich nach dem Verschmutzungsgrad, der sich wiederum aus der Beckenwasserbelastung und den Umgebungseinflüssen ergibt. Bei Freibädern wird die Reinigung aufgrund des höheren Schmutzanfalls häufiger erforderlich sein. Bei Kunststoffpumpen mit durchsichtigem Filterdeckel ist der Reinigungszeitpunkt relativ schnell und einfach optisch festzustellen, da der Deckel auf dem Vorfilter nicht erst entfernt zu werden braucht. Die Auslegung der Pumpengröße erfolgt nach zwei Gesichtspunkten: erstens aufgrund des errechneten Volumenstroms für die Filtration und zweitens nach dem notwendigen Volumenstrom für die Filterspülung. Dazu ein Rechenbeispiel: Der errechnete Volumenstrom für das Schwimmbecken beträgt 10 m3/h. Dies ist die Menge, die benötigt wird, um den Beckeninhalt innerhalb weniger Stunden aufzubereiten. Diese Wassermenge muss jedoch in dem gesamten Aufbereitungskreislauf mehrere Widerstände überwinden. Das heißt, die Pumpe muss also bei der Auslegung einen Mindestdruck erzeugen, der diese Widerstände sicher überwindet und dabei den geforderten Volumenstrom erreicht. Der Widerstand wird deshalb auch mit der Einheit eines Druckes versehen (bar, Pa oder häufig in mWS – m Wassersäule). Zu den Widerständen (Druckverluste) zählen insbesondere der Filterwiderstand (inklusive Filterspülarmatur), Rohrleitungswiderstand, Widerstand im Wärmetauscher, geodätische Förderhöhe (bei Becken mit Überflutungsrinne) sowie Widerstand an der Einströmstelle im Becken. Der gesamte Widerstand sollte im Einzelfall für jede Aufbereitung ermittelt werden. Die Einzelwiderstände lassen sich einfach mithilfe von Rohrleitungsdiagrammen sowie Herstellerangaben für die Filter, Filterspülarmaturen und Wärmetauscher ermitteln. Beispielhaft würde ein Betriebspunkt für die Filtration bei 10 m³/h mit einem Widerstand von 0,8 bar (8 mWS) angegeben werden. Der zweite Betriebspunkt ergibt sich aus der Filterspülung. Durch die Umkehrung der Fließrichtung und der Ableitung des Filterspülwassers in die Abwasserleitung ergibt sich ein anderer Widerstand. Bei kleineren Filteranlagen und Schwimmbecken mit Oberflächenreiniger liegen die Widerstände bei Filtration und bei der Filterspülung erfahrungsgemäß realtiv nah

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