80 sopramagazin 2012 wird in dem nachgeschalteten Wärmepumpenverdampfer nochmals Energie zurückgewonnen. Die Außenluft wird im Rekuperator vorgewärmt und erfährt im anschließenden Wärmepumpekondensator eine weitere Temperaturerhöhung. Optional kann die Wärmepumpe ihre Energie über einen zusatzwärmetauscher an das Beckenwasser abgeben. Dadurch wird der Wärmepumpenbetrieb auch im Sommer ermöglicht, wenn die Schwimmhalle keine Wärme mehr benötigt. Nebenbei wird ganzjährlich die Kondensationstemperatur der Wärmepumpe gesenkt, was ihre Leistungsziffer erhöht. Während den Nichtnutzungszeiten wird die Schwimmhallenluft im Umluftverfahren entfeuchtet. Der Rekuperator bewirkt dann eine Vorkühlung der Luft, bevor sie in den Wärmepumpenverdampfer gelangt. Gegenüber reinen Umluftwärmepumpen wird dadurch eine höhere Effizienz erreicht. Klimageräte dieser Art sind normalerweise größeren Hotel- oder öffentlichen Bädern mit langen Nutzbetriebszeiten vorbehalten. Weitere möglichkeiten zur Energieeinsparung Eine Beckenabdeckung während den Nichtnutzungszeiten ist die effektivste Art, die verdunstete Wassermenge zu reduzieren. Bei abgedeckten Becken kann außerdem die Hallentemperatur reduziert werden, was zu weiteren Energieeinsparungen führt. Allerdings benötigt man dann eine Klimaanlage, die innerhalb kürzester zeit in der Lage ist, die Hallentemperatur auf Nutzbetriebsniveau anzuheben. Bei nicht abgedeckten Becken bewirkt eine Hallentemperaturabsenkung allerdings genau das Gegenteil. Die verdunstete Wassermenge nimmt erheblich zu, so dass die zusätzlichen Energieaufwendungen für die Entfeuchtung überwiegen. Deshalb sollte die Hallentemperatur bei nichtabgedeckten Becken ca. 2 bis 3° C über der Beckenwassertemperatur liegen. Eine Anhebung der Hallenfeuchte während den Nichtnutzungszeiten spart ebenfalls Energie. Bei wärmeren Außentemperaturen kann die Hallenfeuchte höher angehoben werden, weil die Gefahr einer Taupunktunterschreitung in dem Mauerwerk geringer ist. Mit dieser komplexen Thematik möchte sich kein Schwimmbadbesitzer dauerhaft auseinandersetzen. Hochwertige Klimageräte enthalten deshalb Steuerungen, die energieoptimal in den Nichtnutzungszeiten und zusätzlich behaglichkeitsoptimal während den Badezeiten die Hallentemperatur und -Feuchte automatisch regeln können. Der Nutzer hingegen kann sich voll seinem Badespaß widmen. luftführung bei Kanalgeräten Die Behaglichkeit in der Schwimmhalle wird entscheidend durch die Luftführung beeinflusst. Ein besonderes Augenmerk muss deshalb auf die Einbringung der Luft gelegt werden. Speziell für die Anforderungen im Schwimmbadbereich entwickelte Bodenschlitzschienen sorgen für zugfreie und strömungstechnisch optimale Verhältnisse. Durch die unsymmetrische Konstruktion der Luftleitlamellen wird ein trockener Luftschleier vor den Fenstern erzeugt. Die Scheiben werden aber nicht angeströmt. Der Luftschleier hält die Scheiben beschlagfrei, verhindert ein Kältegefühl vor großen Fensterflächen und verringert die Transmissionswärme- verluste. Die Abluft sollte auf der gegen- überliegen den Schwimmhallenseite im Deckenbereich abgesaugt werden. durch Schattenfugen können die Absauggitter unsichtbar in der Deckenkontruktion verschwinden. o Georg herget (www.herget-online.de)
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